Definition
Fieber ist eine natürliche und sinnvolle Abwehrreaktion des Körpers auf Infektionskrankheiten. Durch Fieber werden bestimmte Krankheitserreger, insbesondere Viren, abgetötet.
Häufigkeit
Fieber ist ein häufiges Symptom, besonders bei Infektionen wie Erkältungen, Grippe oder COVID-19. Es ist einer der häufigsten Gründe für Arztbesuche, insbesondere bei Kindern.
Ursachen
Fieber ist eine der vielen Reaktionen des Körpers auf eine Erkrankung. Gelangt ein Erreger in den Körper, wird die Abwehr aktiviert: Weiße Blutkörperchen, Antikörper und weitere Zellen arbeiten bei leicht erhöhter Temperatur besonders effektiv. Das Immunsystem funktioniert bei Temperaturen zwischen 38 und 40 °C am besten. Fieber ist daher eine hilfreiche Abwehrreaktion und muss nicht zwingend gesenkt werden. Die Ursache des Fiebers sollte jedoch identifiziert und ggf. behandelt werden.
Häufige Erkrankungen
- Infekt der oberen Luftwege (Erkältung)
- Harnwegsinfekt
- Grippe
- COVID-19
- Darminfektion
- Nasennebenhöhlenentzündung, Mittelohrentzündung
- u. v. m.
Symptome
Erhöhung der Körpertemperatur über 38 °C, begleitet von Schüttelfrost, Schweißausbrüchen, Müdigkeit und allgemeinem Krankheitsgefühl.
Befunde
Die klinische Untersuchung zeigt meist keine spezifischen Befunde außer einer erhöhten Körpertemperatur. In schweren Fällen kann es zu Dehydratation, Fieber über 39 °C und reduziertem Allgemeinzustand kommen.
Diagnostik
Fieber selbst ist ein Symptom. Die zugrunde liegende Ursache sollte deshalb diagnostisch abgeklärt werden. Dazu gehören Untersuchungen auf Infektionen der Atemwege, Harnwege oder des Darms. Bluttests oder Abstriche können bei hohem oder langanhaltendem Fieber notwendig sein.
Therapie
Folgende Maßnahmen sind je nach Temperatur sinnvoll:
Temperatur bis 39 °C
- Vermehrte Flüssigkeitszufuhr zur Vermeidung von Dehydratation
- Bettruhe
- Wadenwickel: Zwei Tücher in zimmerwarmes Wasser tauchen, auswringen und um die Beine wickeln, alle 15 Minuten erneuern, bis das Fieber um 1-2 °C sinkt
Temperatur über 39 °C
- Maßnahmen wie oben (Flüssigkeit, Bettruhe)
- Fiebersenkende Medikamente wie Paracetamol oder Ibuprofen
- Bei schweren Fällen ärztliche Vorstellung
Allgemeinmaßnahmen
- Vermeidung von Überhitzung
- Regelmäßige Kontrolle der Temperatur
- Ruhe und ausreichend Schlaf
Weitere Hinweise
Bei anhaltendem Fieber über 39 °C oder länger als 3 Tage sowie bei zusätzlichen Symptomen wie starkem Husten, Hautausschlag oder Schüttelfrost sollte ein Arzt aufgesucht werden.


