Was ist eine Erkältung?
Definition
Die Erkrankung wird durch Viren verursacht und ist in aller Regel harmlos. Sie betrifft hauptsächlich die Schleimhäute von Nase, Rachen, Nebenhöhlen und Kehlkopf. Diese sind verdickt, gerötet und sondern mehr Sekret ab als üblich.
Häufigkeit
Erkältungen sind häufig, vor allem in der kalten Jahreszeit. Erwachsene haben 2-4, Kinder 6-8 Erkältungen pro Jahr. Auch Erwachsene, die engen Kontakt zu Kindern haben, erkranken häufiger.
Ursachen
Das häufigste ursächliche Virus neben vielen anderen Viren ist das Rhinovirus. Es gibt zahlreiche Unterformen, weshalb das Immunsystem keine dauerhafte Abwehr entwickeln kann. Eine erneute Infektion mit demselben Subtyp führt jedoch meist zu einem milderen Verlauf.
Die Entstehung einer Erkältung hat nichts mit Kälte zu tun. Die Übertragung erfolgt durch Handkontakt, Tröpfchen, Aerosole oder kontaminierte Oberflächen. Zwei von drei Infizierten entwickeln klassische Symptome.
Symptome
Die Erkältung beginnt meist akut innerhalb von 1–2 Tagen. Typische Beschwerden:
- Halsschmerzen
- Ohrenschmerzen (bei Kindern häufiger)
- Husten
- Kopfschmerzen
- Gliederschmerzen
- Laufende und/oder verstopfte Nase
Auch dickes oder gelbliches Nasensekret ist kein Hinweis auf eine bakterielle Entzündung.
Dauer:
- Erwachsene: meist 5-7 (max. 10) Tage
- Kinder: bis zu 14 Tage
Prognose
Die meisten Patient*innen überstehen Erkältungen problemlos ohne Komplikationen. Nach spätestens 2 Wochen ist die Erkrankung meist vorbei, lediglich der Husten kann länger bestehen.
Behandlung bei Erkältungssymptomen
Eine Erkältung klingt nach 1–2 Wochen von selbst ab. Es gibt keine Medikamente, die die Viren direkt bekämpfen – behandelt werden nur die Symptome.
Antibiotika
- Antibiotika sind ungeeignet und sollen nicht eingenommen werden.
- Sie wirken nur gegen Bakterien, nicht gegen Erkältungsviren.
- Sie sind wirkungslos, können aber Nebenwirkungen wie Durchfall oder schwere
- Darmentzündungen verursachen.
- Übermäßige Einnahme führt zu zunehmenden Antibiotikaresistenzen.
Übersicht über Erkältungsmedikamente
- Keine schmerzstillenden, fiebersenkenden Mittel bis 39 °C Fieber
- Abschwellende Nasentropfen oder Nasensprays
- Inhalation mit heißem Wasserdampf (z. B. Kamille, Eukalyptus, Fenchel)
- Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol oder ASS in empfohlener Dosierung
Komplikationen
In seltenen Fällen kann es zu:
- Nasennebenhöhlenentzündung
- Mittelohrentzündung
- Lungenentzündung
- Verschlechterung bestehender Lungenerkrankungen (Asthma, COPD)
- Bei Kindern unter 2 Jahren kann eine akute Bronchiolitis auftreten, die teils einen
- Krankenhausaufenthalt erfordert.
- Bei ungewöhnlichen Beschwerden sollte eine hausärztliche Untersuchung erfolgen.
Vorbeugung
- Häufiges Händewaschen
- Rauchstopp
- Probiotika zur Stärkung des Immunsystems
- Vitamin C verkürzt evtl. die Krankheitsdauer
- Impfungen: Covid-19, Influenza, Pneumokokken


