Definition
Halsschmerzen und Schluckbeschwerden gehören zu den typischen Begleitsymptomen von Erkältungskrankheiten. Die Rachenschleimhaut ist entzündet und gerötet, schwillt an und verursacht beim Schlucken Schmerzen.
Häufigkeit
Halsschmerzen treten häufig bei Erkältungen und anderen viralen Infektionen auf. Sie können aber auch bei bakteriellen Infektionen, wie einer eitrigen Angina, vorkommen.
Symptome
Schmerzen beim Schlucken sowie gerötete und geschwollene Mandeln. Bei eitriger Angina können punktförmige oder gelblich-weiße Beläge auf den Mandeln sichtbar sein.
Befunde
Die klinische Untersuchung zeigt entzündete und geschwollene Mandeln. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion können Rachenabstriche durchgeführt werden.
Therapie
Folgende Maßnahmen sind je nach Symptomen sinnvoll:
Bei viralen Infektionen oder leichten Halsschmerzen
- Kalte Halswickel: Leinentuch tränken, auswringen und um den Hals wickeln, darüber Baumwoll- oder Wolltuch; Anwendungsdauer ca. 45 Minuten
- Quarkwickel: 250-500 g Quark auf eine Mullkompresse streichen und den Wickel 1-2 Stunden auf den Hals legen, bis der Quark eingetrocknet ist
- Gurgeln mit Kamille- oder Salbeiteeaufgüssen
- Salzwasser gurgeln: Zur Linderung von Trockenheit und Reizungen
- Lutschtabletten: Mit keimabtötender und schmerzlindernder Wirkung
- Homöopathische Mittel: Belladonna, Mercurius solubilis, Phytolacсa
Bei stärkeren Halsschmerzen oder bakterieller Infektion (z. B. eitrige Angina)
- Einzelgaben von: Ibuprofen (400 mg), Paracetamol (1000 mg) oder Acetylsalicylsäure (1000 mg)
- In schweren Fällen oder bei Verdacht auf eitrige Angina: Ärztliche Abklärung notwendig
Allgemeinmaßnahmen
- Ruhe und Schonung
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Weitere Hinweise
Bei anhaltenden oder stark ausgeprägten Beschwerden, insbesondere bei eitrigen Belägen auf den Mandeln, sollte ein Arzt aufgesucht werden.


